GSG Kunstkollektion

Buch von Lindisfarne

Verfügbarkeit:
Auf Anfrage

Alternativ-Titel: Lindisfarne Gospels, Book of Lindisfarne
Art: Handschrift auf Pergament
Umfang / Format: 518 Seiten / 34,0 × 24,5 cm
Herkunft: Großbritannien
Datum: Um 700
Epoche: Frühes Mittelalter
Stil: Insular
Genre: Bibeln / Evangeliare
Sprache: Latein, Englisch
Schrift: Insulare Unzialis Insulare Halbunzialis
Buchschmuck: 4 Evangelistenportraits, 16 Kanontafeln, 5 Teppich-Seiten, zahlreiche Seiten mit dekorativen Initialen
Auftraggeber: Eadfrith, Bischof von Lindisfarne (gest. 721)
Künstler / Schule: Eadfrith, Bischof von Lindisfarne (gest. 721) (Schreiber), Aethelwald und Billfrith (Buchbinder)
Vorbesitzer: Kathedrale von Durham Priorat, Thomas Turner, William Bowyer (gest. 1569/70), Robert Bowyer (um 1560–1621), Sir Robert Cotton (1571–1631), Sir Thomas Cotton (1594–1662), Sir John Cotton (1621–1702), British Museum

Beschreibung

Das Evangeliar von Lindisfarne, entstanden zwischen 710 und 721 im englischen Kloster Lindisfarne auf der Holy Island, besitzt einen einzigartigen Status in der Geschichte der Buchkunst. Es handelt sich um die älteste erhaltene Übersetzung der vier Evangelientexte ins Altenglische und zeichnet sich besonders durch seine faszinierenden Buchillustrationen aus. In diesem Werk verschmelzen mediterrane und keltische Einflüsse zu einer außerordentlich farbenfrohen und formenreichen Malerei, die einen grundlegenden Einfluss auf die spätere Entwicklung der abendländischen Kunst hatte.

Das Buch von Lindisfarne, das im späten siebten oder frühen achten Jahrhundert entstand, ist eine illuminierte Handschrift, die die vier lateinischen Evangelientexte in die altenglische Sprache übersetzt. Es gilt als das älteste existierende Evangeliar in Altenglisch. Besonders beeindruckend ist der aufwendige Buchschmuck des Codex. Das Werk beginnt mit 16 luxuriös verzierten Kanontafeln und beeindruckt mit fünf einzigartigen Ornamentseiten, die die Vielfalt von Formen und Farben in der insularen Buchmalerei in ihrer ganzen Pracht zeigen. Darüber hinaus enthält das Evangeliar von Lindisfarne Porträts der vier Evangelisten mit ihren charakteristischen Attributen sowie zahlreiche dekorative Initiale und Verzierungen, die die Buchillustration zu einem wahrhaft magischen Erlebnis machen.