GSG Kunstkollektion

Das Godescalc Evangelistar

Verfügbarkeit:
Auf Anfrage

Verlag: Faksimile Verlag – München, 2017
Limitierung: 980 Exemplare
Einband: Leder mit Blindprägung und zwei Schließen
Alternativ-Titel: Godescalc Sacramentary, Godescalc Gospels, Godescalc Gospel Lectionary
Art: Handschrift auf Pergament
Umfang / Format: 254 Seiten / 31,2 × 21,0 cm
Herkunft: Deutschland
Datum: 781–783
Epoche: Frühes Mittelalter
Stil: Karolingisch
Genre: Liturgische Handschriften, Bibeln
Sprache: Latein
Schrift: Karolingische Minuskel Römische Capitalis Rustica Römische Unziale
Buchschmuck: 6 ganzseitige Miniaturen: Die 4 Evangelisten, Christus, der Lebensbrunnen. Der gesamte Text ist in Gold und Silber auf purpurnem Pergament geschrieben.
Inhalt: Lesungen aus den Evangelien für die Messe; Kalendarium; Ostertafeln, Widmungsgedicht
Auftraggeber: Karl der Große und seine Frau Hildegard
Vorbesitzer: Napoléon I.

Beschreibung

Das Godescalc-Evangelistar wurde zwischen 781 und 783 persönlich vom Godescalc-Evangelistar Karl der Große (747/748–814) und seiner Gemahlin Hildegard (um 758–83) bei dem Skriptorium seiner Hofschule in Aachen in Auftrag gegeben. Eine der prächtigsten Handschriften aus der karolingischen Ära wurde daraufhin geschaffen. Die Lesungen der Evangelien sind auf Purpurpergament mit kostbarer Gold- und Silbertinte geschrieben. Der Text wird von sechs Miniaturen auf jeder Seite eingeleitet, die die vier Evangelisten, Christus und einen Lebensbrunnen darstellen. Auch die gesamte liturgische Prachthandschrift wird durch glänzende Initialen und faszinierende Zierleisten aufgewertet. Die klare Übergangsposition zwischen der insularen und antikisierenden Buchmalerei ist von besonderer kunsthistorischer Bedeutung. Wellenbänder, Akanthusmuster und Flechtwerkmuster sind alle in den Rahmen der Miniaturen vorhanden.