GSG Kunstkollektion

Die Königliche Bibliothek

Verfügbarkeit:
Auf Anfrage

Alternativ-Titel: The Royal Library, La Biblioteca Reale
Art: Handschrift auf Pergament
Umfang / Format: 278 Seiten 332 Seiten 156 Seiten / 24,0 × 14.0 cm 17,5 × 12.0 cm 19,5 × 13.0 cm
Herkunft: Italien
Datum: Ende des 15. Jahrhunderts
Epoche: Spätes Mittelalter und jünger
Stil: Gotisch, Renaissance
Genre: Stundenbücher / Gebetbücher
Sprache: Latein
Schrift: Bastarda Gotische Textualis
Buchschmuck: Vielzahl ganzseitiger Miniaturen und großformatiger Zierinitialen
Inhalt: Sammlung der drei schönsten Stundenbücher des Mittelalters
Auftraggeber: Ippolito I. d’Este (1479–1520), Kardinal und Erzbischof von Mailand
Künstler / Schule: Stil der französischen Gothik in der Manier Jean Bourdichons
Vorbesitzer: Erzherzogin Barbara von Österreich (1539–1572)

Beschreibung

Die Königliche Bibliothek beherbergt drei herausragende Werke der mittelalterlichen Buchmalerei. Eines davon ist das Gebetbuch des weisen und gelehrten Papstes Benedikt XIV, das im 15. Jahrhundert von einem unbekannten flämischen Meister geschaffen wurde. Dieses prächtige Werk ist besonders durch sein opulentes Kalenderblatt verziert.

Ein weiteres Juwel in der Bibliothek ist das kostbare Marienoffizium der Barbara von Österreich, der österreichischen Erzherzogin und Herzogin von Ferrara als Frau von Alfonso II. d’Este. Dieses Buch diente ihr als privates Andachtsbuch und zeugt von ihrer Hingabe.

Das dritte Werk ist das beeindruckende Marienoffizium des Kardinals Ippolito d’Este, das ein wunderschönes Beispiel für die Mailänder Buchmalerei um 1500 darstellt. Diese Handschrift ist eng mit dem tragischen Leben von Anna Sforza verbunden, der ersten Gemahlin von Alfonso d’Este, dem Bruder von Ippolito. Das private Andachtsbuch ist mit 12 großformatigen Miniaturen und zahlreichen kunstvollen Initialen geschmückt und zeigt die meisterhafte Kunstfertigkeit des Mailänder Hofmalers Francesco Binaso, der es im Auftrag des Este-Kardinals gestaltet hat.