GSG Kunstkollektion

Das Reichenauer Perikopenbuch (Normalausgabe)

Verfügbarkeit:
Auf Anfrage
Zustand: NEU UND OVP
Verlag: Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 2009
Limitierung: 400 Exemplare
Einband: Die Lederausgabe wird von einem von Hand gefertigten Ganzleder-Einband aus rotem Leder geschützt.
Die Edition wird mit dem Kommentarband in einem Schuber geliefert.
Alternativ-Titel:Reichenau Pericopes Book
Art: Handschrift auf Pergament
Umfang / Format: 216 Seiten / 28,0 × 18,5 cm
Herkunft: Deutschland
Datum: Anfang des 11. Jahrhunderts
Epoche Frühes Mittelalter
Stil: Ottonisch
Genre Liturgische Handschriften, Bibeln
Sprache: Latein
Schrift: Karolingische Minuskel Unzialis Capitalis
Buchschmuck 9 Miniaturen, 6 ganzseitige Initialen und zahlreichen goldene Initialen
Inhalt: Buch der Perikopen
Auftraggeber: Heinrich II., Römisch–deutscher Kaiser (972–1024)
Vorbesitzer: Herzog August der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg (1579–1666), Gründer des Herzog August Bibliotheks in Wolfenbüttel

Beschreibung

Es ist unbestritten, dass im Reichenauer Perikopenbuch viel strahlendes Gold und viel Purpur verwendet werden. Jedoch zeigt dies weder seinen tatsächlichen Wert noch fällt es dem Leser sofort auf. Die Charaktere auf den neun außergewöhnlich kleinen Seiten, die von der Geburt Jesu bis zu bedeutenden biblischen Ereignissen hervorragend dargestellt werden, ziehen ihn in ihren Bann. Dazu gehört auch die Entlassung von Petrus aus dem Gefängnis: Als ein Engel den mächtigen Petrus befreit, haben die dümmlich schlafenden Wärter keine Chance. Das Werk ist aufgrund der Miniaturen und der sechs prächtigen Initialzierseiten einzigartig in der gesamten deutschen Buchmalerei des Mittelalters. Es besteht die Möglichkeit, dass der spätere Kaiser Heinrich II. (1002–1024) dieses Werk dem Hildesheimer Domkapitel im Jahr 1013 geschenkt hat, aufgrund der prächtigen Ausstattung.