Buch von Lindisfarne

Um 700
Großbritannien
Kurzbeschreibung

Das Evangeliar von Lindisfarne, das von 710 bis 721 im englischen Kloster Lindisfarne auf der Holy Island verfasst wurde, hat in der Geschichte der Buchkunst einen besonderen Stellenwert.
Sie ist vor allem durch ihre beeindruckenden Buchillustrationen gekennzeichnet.

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    Beschreibung: Buch von Lindisfarne

    Das Evangeliar von Lindisfarne, entstanden zwischen 710 und 721 im englischen Kloster Lindisfarne auf der Holy Island, besitzt einen einzigartigen Status in der Geschichte der Buchkunst. Es handelt sich um die älteste erhaltene Übersetzung der vier Evangelientexte ins Altenglische und zeichnet sich besonders durch seine faszinierenden Buchillustrationen aus. In diesem Werk verschmelzen mediterrane und keltische Einflüsse zu einer außerordentlich farbenfrohen und formenreichen Malerei, die einen grundlegenden Einfluss auf die spätere Entwicklung der abendländischen Kunst hatte. Das Buch von Lindisfarne, das im späten siebten oder frühen achten Jahrhundert entstand, ist eine illuminierte Handschrift, die die vier lateinischen Evangelientexte in die altenglische Sprache übersetzt. Es gilt als das älteste existierende Evangeliar in Altenglisch. Besonders beeindruckend ist der aufwendige Buchschmuck des Codex. Das Werk beginnt mit 16 luxuriös verzierten Kanontafeln und beeindruckt mit fünf einzigartigen Ornamentseiten, die die Vielfalt von Formen und Farben in der insularen Buchmalerei in ihrer ganzen Pracht zeigen. Darüber hinaus enthält das Evangeliar von Lindisfarne Porträts der vier Evangelisten mit ihren charakteristischen Attributen sowie zahlreiche dekorative Initiale und Verzierungen, die die Buchillustration zu einem wahrhaft magischen Erlebnis machen.

    Bibliografische Details

    Alternativ-Titel: Lindisfarne Gospels, Book of Lindisfarne
    Art: Handschrift auf Pergament
    Datum: Um 700
    Epoche: Frühes Mittelalter
    Genre: Bibeln/Evangeliare
    Herkunft: Großbritannien
    Format: 518 Seiten - 34,0 × 24,5 cm
    Stil: Insular
    Sprache: Latein, Englisch
    Buchschmuck: 4 Evangelistenportraits, 16 Kanontafeln, 5 Teppich-Seiten, zahlreiche Seiten mit dekorativen Initialen
    Künstler/Schule: Eadfrith, Bischof von Lindisfarne (gest. 721) (Schreiber), Aethelwald und Billfrith (Buchbinder)
    Vorbesitzer: Kathedrale von Durham Priorat, Thomas Turner, William Bowyer (gest. 1569/70), Robert Bowyer (um 1560–1621), Sir Robert Cotton (1571–1631), Sir Thomas Cotton (1594–1662), Sir John Cotton (1621–1702), British Museum
    Schrift: Insulare Unzialis Insulare Halbunzialis
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